Umfrage vom WahlSwiper: So denken Brandenburger und Sachsen über Mietendeckel, Wölfe und Frauenquote

Endspurt vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen: Wenige Tage vor der Wahl bleibt es spannend, wer künftig das Land regieren wird. Für Unentschlossene gibt es die Online-Wahlhilfe WahlSwiper, bei der nach der Beantwortung von je nach Bundesland 32 oder 34 Fragen angezeigt wird, welche Parteien die höchste Übereinstimmung mit der eigenen Meinung haben. Den WahlSwiper für die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg haben wir mit einem Team der Technischen Universität Dresden und der Universität Freiburg erarbeitet.

Eine Zwischenauswertung der Fragen, die bei der innovativen Wahlhilfe mit einem Wisch nach links mit nein und nach rechts mit einem ja beantwortet werden, fördert teils überraschende Meinungen der Brandenburger und Sachsen zu Tage.

Die Mehrheit der Brandenburger findet den in Berlin bereits eingeführten Mietendeckel gut – 60 Prozent der WahlSwiper-Nutzer antworteten auf die Frage „Sollen die Mieterhöhungen in Brandenburg für eine begrenze Zeit untersagt werden?“ mit ja. Nur 31 Prozent sprachen sich dagegen aus, während neun Prozent die Frage übersprangen.

In Sachsen sieht es ähnlich aus: 64 Prozent der WahlSwiper-Nutzer mit ja. Nur 27 Prozent sprachen sich dagegen aus, während neun Prozent die Frage übersprangen.

Umwelt-Liebhaber und Wolf-Schützer

Nahezu Einigkeit herrscht auch bei der Wiederherstellung des ursprünglichen Flussbettes von Elbe, Schwarze Elster und Havel: 58 Prozent der Nutzer für den WahlSwiper in Brandenburg sind dafür (21 Prozent nein, 21 Prozent überspringen).

Überhaupt scheinen die Brandenburger viel für Umwelt und Natur übrig zu haben. 64 Prozent wollen noch vor 2038 aus der Braunkohle-Förderung aussteigen (29 Prozent nicht, sieben Prozent übersprangen) und 60 Prozent sprechen sich gegen die Jagd auf Wölfe aus (30 % dafür, zehn Prozent überspringen), in Sachsen sind es 57 Prozent (31 Prozent dafür, zwölf Prozent übersprangen).

Umfrage in Brandenburg

 

Umfrage in Sachsen

Nur das Dieselfahrverbot in Berlin soll nicht für Handwerker aus Brandenburg gelten (69 Prozent ja, 23 Prozent nein, acht Prozent überspringen).

In Sachsen ist der Kohle- und Atomausstieg ebenfalls Thema im Wahlkampf. Die WahlSwiper-Nutzer sehen offenbar eine große Zukunft für das Land in der Produktion von Lithiumbatterien. 61 Prozent sähen das gern durchs Land gefördert, 23 Prozent nicht und 16 Prozent übersprangen die Frage. Bei der Endlagersuche für Atommüll spaltet sich das Land: 44 Prozent finden, Sachsen sollte sich daran beteiligen, 15 Prozent übersprangen.

Gegen Parité-Gesetz und Frauenquote

Gegen das in Brandenburg beschlossene Parité-Gesetz, das die Parteien verpflichtet, gleich viele Frauen wie Männer auf die Wahllisten zu setzen, sprechen sich 55 Prozent aus. 37 Prozent wollen es behalten, acht Prozent überspringen die Frage.

Gleiches wurde auch in Sachsen gefragt: Eine große Mehrheit von 65 Prozent ist gegen eine Frauenquote im Parlament, 28 Prozent befürworten dies, sieben Prozent lassen diese Frage im WahlSwiper aus.

Beim Dauerthema BER wollen 38 Prozent die Reißleine ziehen und möchten, dass Brandenburg aus dem Projekt aussteigt. Die Mehrheit von 53 Prozent will, dass das Land an dem Flughafen festhält – und neun Prozent überfliegen bzw. überspringen die Frage.

Gefragt wurde in Sachsen außerdem auch, ob die bei Fußballspielen entstehenden Polizeieinsatzkosten mindestens teilweise durch die Vereine bezahlt werden sollen. 74 Prozent finden die Idee gut, 19 Prozent nicht, sieben Prozent übersprangen.

Weitere Umfrage-Grafiken zur Landtagswahl Sachsen

Den mehrfach preisgekrönten WahlSwiper gibt es kostenlos und werbefrei auf www.wahlswiper.de sowie als App für iPhone, iPad, Android-Smartphones und -Tablets sowie für Apple TV. Alle Daten werden anonymisiert, so dass sich keine Rückschlüsse auf die demografischen Merkmale der Umfrageteilnehmer ziehen lassen.